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Minigolf und seine verschiedenen Systeme

 

Das was im Volksmund einfach nur "Minigolf" genannt wird ist in Wirklichkeit ein Überbegriff für die verschiedenen Bahnengolfsysteme, bei denen, wie das Wort selbst schon sagt, auf "Bahnen" gespielt wird. Die Systeme unterscheiden sich in Form, Größe, Beschaffenheit und die Art der Hindernisse. Gleich bleibt bei allen Varianten: Pro Turnier-Anlage gibt es immer 18 Bahnen.

 

Im folgenden werden Ihnen diese Systeme vorgestellt:

Cobigolf (Abteilung 3):

 

Cobigolf ist in Deutschland nur sehr selten vertreten und deshalb wohl weitgehendst unbekannt. Das Besondere ist, dass dem Krocket ähnlich nach dem Abschlag ein oder zwei Törchen überwunden werden müssen. Hier wird zusätzlich in Groß-Cobigolf und Klein-Cobigolf unterschieden:

 

a) Klein-Cobigolf

 

Beim Klein-Cobigolf sind die Bahnen den Miniaturgolfbahnen nachempfunden. Auch hier bestehen die Bahnen aus Eternitplatten auf Eisenwinkelrahmen und haben gewöhnlich die Ausmaße von 6,25 m Länge und 0,90 m Breite. Es muss vor dem Hindernis zuerst durch ein Törchen gespielt werden, bevor der Ball eingelocht werden darf. Die Reihenfolge der Bahnen ist unterschiedlich, jedoch gibt es immer die gleichen Hindernisse mit maximal ein bis zwei Weitschlägen, bei denen der Ball ähnlich dem Minigolf über eine größere Distanz in einen Endkreis gespielt werden muss.

 

b) Groß-Cobigolf

 

Beim Groß-Cobigolf erinnern die Bahnen eher an Minigolf. Sie bestehen ebenso aus Beton und sind mit 12,00 m auch genauso lang. Einzigartig ist hier, dass die Bahnen ausgehend vom Abschlag zum Endkreis "konisch" verlaufen, das heißt, die Bahn beginnt relativ schmal und wird nach hinten hin breiter. Außerdem ist der Enkreis nicht kreisrund, sondern geht in die seitliche Bahnbegrenzung sanft über. Hier müssen vor dem Hindernis zunächst zwei Törchen überwunden werden, bevor der Ball eingelocht werden darf. Die Hindernisse zwischen Klein- und Groß-Cobigolf sind im weitesten Sinne die gleichen, sie unterscheiden sich nur in Größe und Optik. Die Reihenfolge der Bahnen ist beliebig.

Sterngolf (Abteilung 4):

 

Auch Sterngolfanlagen sind in Deutschland nur relativ selten zu finden. Sie bestehen wie die Minigolfanlagen aus Beton, sind jedoch mit 8,00 m Länge und 1,00 m Breite etwas kleiner. Die Reihenfolge der Hindernisse ist bei den meisten Sterngolfanlage immer gleich. Seinen Namen hat dieses System durch die letzte Bahn bekommen, welche statt in einem Endkreis in einem Stern endet. Die Hindernisse erinnern an eine Mischung aus Minigolf und Miniaturgolf.

Filzgolf:

 

Die Filzgolfsportart wurde in Skandinavien entwickelt, ist Hobby-Spielern in Deutschland jedoch beinahe gänzlich unbekannt. Die Bahnen unterscheiden sich deutlich von den bisher vorgestellten Bahnengolfsystemen. Das Besondere ist die Oberfläche der Bahnen, sie sind mit einer Filzauflage überzogen, wobei die bahnbegrenzenden Banden aus Holz gefertigt sind. Die schwedischen Filzgolfbahnen können sehr unterschiedlich groß sein: 6,00 m bis 18,00 m in der Länge und 0,80 m bis 0,90 m in der Breite. Es gibt 25 mögliche und genormte Hindernisse, aus denen die 18-Loch-Anlage zusammengestellt werden kann. Die Hindernisse sind zum größten Teil darauf ausgelegt, mit nur sehr genau dosiertem Tempo bezwungen werden zu können. Die besondere Eigenschaft des Filzbelages ist dabei ein weiterer Schwierigkeitsgrad: Feuchtigkeit drückt die sonst senkrecht stehenden Fasern des Filzes flach gegen die Bahn, so wird der zu überwindende Widerstand geringer und der Ball rollt schneller.

 

In Schweden ist Filzgolf übrigens allgemein als Schulsportart anerkannt. Auch international gewinnt dieses System immer mehr an Interesse.

Miniaturgolf (Abteilung 2):

 

Beim Miniaturgolf haben die Bahnen ein Ausmaß von 6,25 m Länge und 0,90 m Breite. Sie bestehen aus Eternitplatten, die auf Eisenwinkelrahmen liegen. Diese Eisenrahmen dienen hier gleichzeitig als Bahnbegrenzung und Bande. Die Platten können entweder flach, schräg oder sogar gewölbt liegen. Anders als beim Minigolf ist die Reihenfolge der Bahnen beim Miniaturgolf beliebig. Auch gibt es eine größere Anzahl von verschiedenen, möglichen Hindernissen, wobei mindestens 12 Bahnen genormt sein müssen. 25 mögliche Hindernisse stehen zur Auswahl.

BGV Bergisch Land 1962/1963 e. V.
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Minigolf (Abteilung 1):

 

Minigolfanlagen bestehen aus 17 Betonbahnen und einem sogenannten "Weitschlag". Die Reihenfolge und Ausmaße der Bahnen sind genormt. Die Betonbahnen haben eine Länge von 12,00 m und eine Breite von 1,25 m. Die Bahnbegrenzung besteht für gewöhnlich aus Rohrbanden. Beim bereits erwähnten Weitschlag muss der Ball über eine Distanz von bis zu 25,00 m über einen Hügel als Hindernis und eine Rasenfläche in einen großen betonierten Endkreis gespielt werden.